leg2026-03-15T04:17:28+01:00Suchen Sie einen diplomierten Dyskalkulietrainer?
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Diplomierte Dyskalkulietrainer/innen sind umfassend ausgebildet, bei Kindern und Erwachsenen, die Probleme beim Rechnen haben, eine pädagogische Diagnostik durchzuführen und eine individuelle Förderung zu gestalten.
Leistungen diplomierter Dyskalkulietrainer:
– Durchführung des pädagogischen AFS-Computertests
– Erstellung eines pädagogischen Gutachtens
– Erstellung eines individuellen Trainingsplans
– Förderstunden im Einzelunterricht nach der AFS-Methode
– Anwendung der Diagnose- und Lernplattform „Lern- & Fernförderung (LFF)“ für Mathematik
– Beratung und Aufklärung von Eltern und Lehrern
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Dyskalkulie ist eine biogenetisch (genetisch) bedingte Teilleistungsschwäche. Bei betroffenen Menschen liegt eine andere Informationsverarbeitung und eine damit verbundene andere Lernfähigkeit vor, die sich in different ausgeprägten Sinneswahrnehmungen (beispielsweise in der Optik, Akustik oder Raumwahrnehmung) äußert. Wichtig ist: Betroffene sind normal bis überdurchschnittlich intelligent, erbringen aber im mathematischen Bereich erwartungswidrig niedrige Leistungen. Dyskalkulie ist keine Krankheit oder Behinderung.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Verursachung:
- Dyskalkulie ist genetisch bedingt. Sie zeigt sich durch eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Rechnen, das Vorhandensein von differenten Sinneswahrnehmungen und fehlerhaften Rechenoperationen.
- Rechenschwäche ist erworben und geht auf psychische, physische oder kognitive Einflussfaktoren zurück. Ursachen können familiäre Belastungen, Verletzungen, Schulwechsel oder falsche Unterrichtsmethoden sein. Bei einer Rechenschwäche treten Fehler beim Rechnen auf, jedoch ohne dass die Sinneswahrnehmungen different ausgebildet sind.
Ein diplomierter Dyskalkulietrainer ist ein Spezialist, der Menschen mit Rechenproblemen auf pädagogisch-didaktischer Ebene hilft. Diplomierte Dyskalkulietrainer unterstützen Betroffene beim gesicherten Erwerb von Zahlensymbolen, beim Erarbeiten des Zählprozesses, beim Verständnis von Mengen sowie bei den Grundrechenarten auf eine individuell geeignete Weise.
Zu den Kernaufgaben gehören:
- Diagnostik: Die Durchführung von Anamnesegesprächen und dem pädagogischen AFS-Computertest, um die individuelle Problematik zu kategorisieren.
- Individuelle Förderplanung: Die Erstellung eines auf das Kind abgestimmten Trainingsplans und die ständige Kontrolle der Fortschritte.
- Beratung: Aufklärungsarbeit bei Eltern und Lehrern, um das Verständnis für das Kind zu fördern.
- Gezieltes Training: Förderung der Aufmerksamkeit, der Sinneswahrnehmungen und Symptomtraining an den Fehlern.
Ein diplomierter Dyskalkulietrainer arbeitet primär nach der
AFS-Methode, einem umfassenden, multisensorischen Förderansatz mit drei Bereichen:
- Aufmerksamkeitstraining: Fokussierung der Gedanken beim Rechnen.
- Funktionstraining: Schärfung der verschiedenen Sinneswahrnehmungen (Optik, Akustik, Raumwahrnehmung).
- Symptomtraining: Spezifisches Training an den Fehlern, anschauliches Erarbeiten von Zahlensymbolen, Zählen und Grundrechenarten.
Die Methode ist offen für andere bewährte Ansätze wie die Kybernetische Methode, Montessori-Pädagogik oder computergestütztes Training. Zahlen und Rechenoperationen werden bildlich und dreidimensional (z.B. mit Knetmasse oder Sand) veranschaulicht.
Der pädagogische
AFS-Computertest ist ein standardisiertes Testverfahren, das an tausenden Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren evaluiert wurde. Er dient der Feststellung und Kategorisierung einer eventuell vorliegenden Dyskalkulie oder Rechenschwäche. Der Test überprüft in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit und die Sinneswahrnehmungen (Optik, Akustik, Raumorientierung) und führt eine Symptom- und Fehleranalyse durch. Auf Basis der Ergebnisse generiert die Software automatisch ein Gutachten und einen individuellen Trainingsplan.
Man wird Dyskalkulietrainer durch ein Fernstudium, welches vom Ersten Österreichischen Dachverband Legasthenie (
EÖDL) angeboten wird. Das Studium besteht aus aufbauenden theoretischen Modulen sowie dem Studium vorgegebener Pflichtliteratur. Zusätzlich ist ein praktischer Teil mit mindestens 20 dokumentierten Praxisstunden enthalten. Weitere Informationen:
dyskalkuliefernstudium.com Die Ausbildung richtet sich an Personen mit pädagogischer, psychologischer oder medizinischer Vorbildung, die an einer Hochschule oder Universität erworben wurde. Ebenso qualifiziert sind Logopäden und Ergotherapeuten. Personen aus artverwandten Berufen können zugelassen werden, wenn sie mindestens drei Jahre Berufserfahrung nachweisen und grundlegende Kenntnisse über den Schriftspracherwerb mitbringen.
Während sich ein Dyskalkulietrainer speziell auf Probleme im Bereich des
Rechnens fokussiert, arbeiten diplomierte Legasthenietrainer mit Menschen, die Schwierigkeiten beim
Erlernen des Schreibens und/oder Lesens haben. Lerndidaktiker sind allgemeiner im Bereich der Lernproblematiken ausgebildet. Alle drei Berufsgruppen gehören dem
EÖDL als offiziellem Berufsverband an. Einen Dyskalkulietrainer in Ihrer Nähe finden Sie auf
dyskalkulietrainer.com.
Diplomierte Dyskalkulietrainer arbeiten vor allem im Bereich der Schule oder im außerschulischen Bereich in privater Praxis. Sie können auch als Teil des öffentlich organisierten Hilfsnetzwerkes arbeiten, indem sie im Auftrag des Jugendamtes Hilfepläne ausführen, die von Schulpsychologen befürwortet wurden.
Der
AFS-Computertest ist für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren evaluiert. Grundsätzlich gilt: Je früher Rechenprobleme erkannt werden, desto besser können Kinder gefördert werden. Bereits bei Schuleintritt können erste Anzeichen von Dyskalkulie festgestellt und gezielt trainiert werden. Auch Jugendliche und Erwachsene profitieren von der Unterstützung eines diplomierten Dyskalkulietrainers.


